Rapsöl – warum es eines der besten Speiseöle ist.
Seit einigen Jahren hat man Rapsöl als besonders wertvolles Speiseöl für die gesunde, aromatische Küche entdeckt. Was man dazu wissen sollte und beim Kochen beachten muss, haben wir hier für euch zusammengestellt.
Warenkunde Rapsöl:
Herkunft:
Raps stammt ursprünglich wohl aus dem östlichen Mittelmeerraum und ist eine natürliche Kreuzung zwischen Wildkohl und Rübsamen (Rübsen). In Deutschland wird er inzwischen auf fast 10% aller Äcker angebaut* – im Frühjahr toll an den leuchtend-gelben Blüten zu erkennen. Früher wurde Rapsöl eher als Lampenöl oder Schmiermittel eingesetzt, dann als Bio-Kraftstoff. Und jetzt weiß man, wie wertvoll Rapsöl als Speiseöl ist.
Geschmack:
Es gibt generell zwei Sorten von Raps-Öl, die durch ihre Herstellungsverfahren entstehen: Kaltgepresstes (natives) Öl und raffiniertes Raps-Öl.
Das bernsteinfarbene, native Raps-Öl wird nur durch Druck, sehr schonend (ohne Dämpfen oder Rösten) aus den getrockneten Rapssamen gewonnen, ganz ohne Hitze – darum auch „kaltgepresst“.
Der Vorteil:
Es bleiben mehr Vitamine, Carotinoide und andere Fettbegleitstoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe enthalten. Diese Fettbegleitstoffe verhindern die Entstehung von schädlichen Fettabbauprodukten, indem sie die Oxidation der ungesättigten Fettsäuren hemmen. Und das nussige Aroma des Öls kann sich optimal entfalten.
Der „Nachteil“:
Man kann/sollte es nicht erhitzen – es ist also vor allem für die kalte Küche (Salate) ein Genuss.
Das „raffinierte“ Raps-Öl (Raps-Brat-Öl) wird heiß gepresst bzw. extrahiert. Es ist heller als kaltgepresstes Raps-Öl, neutraler im Geschmack, lange haltbar und die perfekte Lösung zum Braten, Backen, Frittieren u.ä.
Verwendung:
Wie schon beschrieben, ist Raps-Öl (je nach Herstellungsmethode) vielseitig einsetzbar.
Unsere Rapsöle mit Kräutern – also Petersilie, Bärlauch, Schnittlauch, Basilikum usw. – sind die aromatischen Begleiter von Salaten, Antipasti & Co. Ob pur oder mit Kräutern aromatisiert, zaubern sie ganz besondere Geschmacksnoten und machen z. B. aus einem grünen Salat ein kleines, raffiniertes Aroma-Gedicht. Eine sehr leckere (und günstige) Alternative zu Olivenöl.
Das Raps-Brat-Öl ist für die Brat-Back-Frittier-Abteilung der Küche bestens geeignet. Recht neutral im Geschmack und hoch erhitzbar ist es eine optimale Alternative z. B. zu Sonnenblumenöl oder tierischen Fetten. Aus unserer Hofküche gibt es auch hier noch eine sehr leckere Variante: Chili-Wok-Öl. Nicht nur für die Liebhaber der asiatischen Küche ein absoluter Genuss.
Gesundheit:
Rapsöl – ob raffiniert oder kaltgepresst – ist ernährungsphysiologisch betrachtet sehr wertvoll. Im Vergleich zu anderen Pflanzenölen enthält es viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren, darunter die wichtige Omega-3-Fettsäure alpha-Linolensäure und die Omega-6-Fettsäure Linolsäure, die für Menschen „essenziell“ sind – heißt sie müssen über die Nahrung zugeführt werden. Das Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3- Fettsäuren ist im Rapsöl für Menschen besonders ideal: 2:1. Denn nimmt man zu viele Omega-6-Fettsäuren auf, kann sich dies negativ auf den Cholesterinspiegel auswirken. (Olivenöl hat ein Verhältnis von 9:1, Sonnenblumenöl von 126:1)***
„Ein Esslöffel Rapsöl (15 g) enthält bereits 87 % der empfohlenen täglichen Zufuhr von alpha-Linolensäure (ALA), aber ist auch für Linolsäure (LA) ein wichtiger Lieferant. Das Verhältnis von LA zu ALA (2:1) ist besonders günstig. Deshalb gilt Rapsöl als erste Wahl. Weitere positive Inhaltsstoffe sind antioxidativ
wirkende Phenole und Vitamin E, wobei der Gehalt bei raffinierten Ölen geringer ausfällt.“**
Quellen:
* https://www.swr.de/leben/verbraucher/ard-marktcheck/rapsoel-im-test-100.html
**https://www.bzfe.de/presse/pressemeldungen-archiv/rapsoel-in-der-kueche
***https://www.gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/fette-oele/rapsoel-id213290/
Lagerung:
Grundsätzlich sollten beide Öl-Sorten immer dunkel, kühl und gut verschlossen aufbewahrt werden.
Das heißt zwar nicht unbedingt im Kühlschrank – aber unter 20° sind auf jeden Fall empfehlenswert.
Kaltgepresstes Raps-Öl solltest du innerhalb von 4-8 Wochen aufbrauchen. Darum füllen wir unsere Kräuter-Öle übrigens auch in kleineren, 250ml Flaschen ab – für mehr Geschmack, Vielfalt und kleinere Küchen.
Tipp:
Achte beim Einkauf auf Biosiegel und das Herkunftsland. Die Rapssaaten für unsere Öle kommen aus Deutschland (das ist nachhaltiger), sind natürlich bio-zertifiziert und werden bei uns auf dem Hof gepresst bzw. abgefüllt.
Leckere Rezepte.

Kartoffel-Chowder mit Pilzen
Ein Chowder ist ein sämiger, sattmachender, superleckerer Eintopf. Bursch Kartoffelsuppe goes Veggie-Chowder. Mit Pilzen und geröstetem Salbei.

Kürbis Risotto
Mit unserer Kürbissuppe aus der Bursch Hofküche, kannst du im Handumdrehen ein sehr aromatisches, würzig, cremiges Kürbisrisotto zaubern.

Pasta alla Wodka.
Pasta alla Wodka (oder alla Vodka) ist ein Rezept aus der Italo-amerikanischen Küche, das durch seine großartigen Aromen so ziemlich jeden begeistert.