Blattsalate – alles andere als langweilig.
Warenkunde Blattsalat:
Herkunft:
Die „Wurzeln“ der klassischen Blattsalate wie Kopfsalat oder Romana liegen im Mittelmeerraum, sie stammen vom wilden Lattich (Lettuce) ab. Die Vielfalt ist inzwischen sehr groß: Neben den Kopfsalaten gibt es die in lockeren Rosetten wachsende Schnitt- und Pflücksalate wie Eichblatt, Batavia und die Lollos. Dazu kommen die Zichoriensalate – Chicorée, Radicchio, Endivie, Zuckerhut. Und schließlich die aus Wildkräutern entstandenen Rucola, Feldsalat, Portulak. Sie alle kommen mehr oder weniger aus der Gegend rund ums Mittelmeer und sind zum Teil (wie der Rucola) schon von den Römern sehr gern gegessen worden.
Geschmack:
Abhängig von Sorte (und auch Anbauweise) schmecken Blattsalate mild, pfeffrig, nussig. Auf jeden Fall immer frisch und knackig. Eigentlich logisch: Am besten und aromatischsten ist ein Salat, wenn er Saison hat. Ob also ein Kopfsalat im Winter wirklich lecker ist, darf bezweifelt werden. Darum bauen wir bei uns auf dem Biohof nur saisonal die passenden Sorten an. Im Herbst/Winter Feldsalat, im Frühling Batavia & Co. Hier bekommst du einen kleinen Überblick über die Salate, die wir je nach Saison täglich frisch von unseren Feldern ernten.
Der Kopfsalat.
Der Klassiker unter den Salaten – manche sagen auch der langweiligste, was definitiv nicht stimmt. Er schmeckt mild, hat ganz feine Aromen, die man nicht mit schweren Dressings ertränken sollte. Zumal seine Blätter zart und empfindlich sind.
Der Batavia.
Er ist knackig, kraus, hellgrün, dunkelgrün mit rotem Rand oder violettrot. Ein fester Kopf, dessen Blätter gut die Form behalten (auch im Dressing) und schmeckt leicht süß, saftig und kaum bitter. Neben dem klassischen Salat auch für Sandwiches und Wraps perfekt.
Der „Krause“.
Man nennt ihn auch Eichblatt-Salat. Gibt’s in grün und rot – Letzterer ist ein bisschen würziger. Der Krause ist ein feiner, ein wenig nussiger Pflücksalat (hat also keinen festen Kopf) und passt wunderbar zu Fisch oder Geflügel.) Aber Achtung: Die Blätter fallen im Dressing recht schnell zusammen.
Der Eisbergsalat.
Wahrscheinlich der knackigste Salat überhaupt. Sein Kopf ist fest, rund und geschlossen, die äußeren Blätter sind dunkler grün mit einer schönen Struktur. Nach innen werden sie immer knackiger und selbst das Herz ist aromatisch und lecker. Apropos: Dieser Eisbergsalat schmeckt wirklich super – und nicht nur nach Wasser, wie man es sonst kennt. Im Prinzip versteht sich der Eisberg mit allem – von Krabben, Käse und Kernen bis hin zu Früchten – mit anderen Salaten sowieso. Auch kräftige Dressings kann er gut vertragen, seine Blätter sind sehr stabil, was ihn auch für Sandwiches, Wraps und Burger ideal macht.
Der Romana.
Auch Römersalat genannt, ist kräftig, würzig, knackig, hat große dunkelgrüne Außenblätter und ein gelbes Herz. Er ist die klassische Grundlage für einen Ceasars-Salad und neben den Wintersalaten wie Catalogna oder Zuckerhut, der einzige Blattsalat, den man auch dünsten kann! Dann schmecken seine Stiele ein bisschen wie Spargel.
Der Feldsalat.
Einer unserer Lieblingssalate im Winter. Ab Oktober kommt er knackfrisch von unseren Feldern – ist nussig, würzig, schön fest und dabei sehr delikat. Versteht sich prima mit kräftigen Dressings, besonders mit unserem Rote-Bete-Sesam-Dressing aus der Hofküche.
Verwendung:
Blattsalate sollten immer möglichst frisch auf den Tisch kommen – insbesondere die zarteren Kopfsalate mögen es nicht so gern, wenn sie lange „rumliegen“. Sie beträufelt man auch am besten ganz zum Schluss erst mit dem Dressing, damit sie nicht zusammenfallen. Kräftige Salate wie z. B. Eisberg oder Romana sind neben dem klassischen Salat auch perfekte Grundlagen für Burger oder Wraps. Zichoriensalate wie Catalogna Rossa oder Zuckerhut kann man auch als Gemüse zubereiten, was im Winter eine sehr leckere Abwechslung in die Küche bringt.
Gesundheit:
Blattsalate sind generell kalorienarm, sie bestehen zu ca. 95% aus Wasser, enthalten Vitamine und Ballaststoffe. Je frischer sie auf den Tisch kommen, desto nährstoffreicher sind sie – was nicht weiter verwundert. * Allerdings sollte man auch beim Salatdressing darauf achten, dass es nicht zu schwer (Sahne) oder zuckerhaltig ist, sonst ist das ganze „Gesunde“ perdu.
Das Gute an unseren Salaten ist, dass sie nach den strengen ökologischen Richtlinien des Demeterverbands angebaut werden. Das bedeutet: Sie wachsen ganz ohne chemische Pflanzenschutzmittel und Dünger, und das direkt auf den Feldern vor dem Bursch Hofladen. So haben sie keine langen Transportwege, sind besonders frisch und aromatisch.
* Quellen: https://www.planet-wissen.de
Lagerung:
Salat gehört ins Gemüsefach des Kühlschranks – egal, ob als ganzer Kopf oder geschnittene Blätter. Aber bitte auf keinen Fall neben Tomaten oder Äpfeln lagern (aber die sollten ja eh nicht in den Kühlschrank) !!! Ihr „Reifegas“ Ethylen sorgt dafür, dass die Salatblätter schneller welken. Man kann den Salat auch in eine NICHT-geschlossene Plastiktüte wickeln, dann hält er noch einen Tag länger.
Tipp:
Die äußeren Blättern kräftiger Salate, z. B. Romana, kannst du wunderbar weiterverwerten (nicht nur als Hasenfutter). Entweder im Smoothie (einfach mit in die Küchenmaschine geben) oder du zauberst daraus einen grüne „Mayo“. Das Rezept dazu findest du hier.
Leckere Rezepte.

Gazpacho – die kalte Sommer-Suppe
Eine ganz köstliche Abkühlung, saftig, salzig und sehr, sehr lecker, kommt aus Südspanien. Und da weiß´man ja bekanntlich, wie man mit Sommerhitze am besten umgeht. Unbedingt nachmachen …!

Leckerbissen: Kleine Sommer-Tartes mit Tomaten
Aus Tomaten kann man sehr viel mehr machen, als „nur“ Salat. Zum Beispiel Fingerfood aus dem Backofen. Als Vorspeise, kleinen Snack bei der nächsten Hitzewelle. Oder als Grillparty-Mitbringsel.

Lecker Zero-Waste-Mayo.
Passend zur Salatsaison haben wir neulich eine tolle Idee entdeckt: Man kann aus den ganz äußeren Blätter vom Romana-Salat eine perfekte grüne Mayo herstellen. Also, bevor du die Blätter in die Biotonne wirfst oder zu Hasenfutter degradierst, probier´ doch mal das hier: Grüne Mayonnaise mit Romanasalat.